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Digitalisierung bringt Bedeutungszuwachs für HR

Im Zuge der Digitalisierung werden mitunter einige Unternehmensbereiche und Jobprofile wichtiger als bisher. Jeder Fünfte erwartet das auch für HR. Und ebenso werden sich die Prioritäten des Personalbereichs verändern. Dies zeigen zwei aktuelle Studie

Dieses Bild zeichnet zum Teil auch die Studie „Ressource Weiterbildung“ der ManpowerGroup Deutschland nach, für die weltweit 18.000 Arbeitgeber befragt wurden. So gehen die befragten Unternehmen davon aus, dass rund 65 Prozent der Jobs, die die Mitglieder der Generation Z (hier die zwischen 1995 und 2010 Geborenen) haben werden, derzeit noch nicht existieren.

IT, HR und Bereiche mit Kundenkontakt werden wichtiger

Auch wenn die klare Ausformung dieser neuen Arbeitsplätze noch nicht absehbar scheint, so haben die Befragten laut Studie eine klare Vorstellung davon, welche Qualifikationen, Abteilungen und Berufszweige in Zukunft stärker nachgefragt werden. Dass am stärksten wohl IT-Jobs wachsen werden, liegt auf der Hand. 26 Prozent erwarten hier einen deutlichen Anstieg. […]

Auf Deutschland bezogen liegt dies vielleicht auch darin begründet, dass das Gros der Unternehmen hierzulande den Schlüssel zum Umgang mit der Digitalisierung nicht im Austausch der Mitarbeiter, sondern eher in deren Weiterqualifikation sieht. Oder wie es Manpower formuliert: „Die Einstellung von perfekt ausgebildeten Mitarbeitern wird immer mehr zur Utopie.“ Aber immerhin 31 Prozent planen auch, bereits vorhandene Beschäftigte durch besser qualifizierte Neueinstellungen zu ersetzen. Und 47 Prozent planen, externe Experten hinzuzuziehen. In Sachen Weiterqualifizierung für die Digitalisierung setzen die Unternehmen auf lebenslanges Lernen. Fast alle Befragten sehen hier deutlichen Handlungsbedarf. Lediglich zwei Prozent verneinen dies. Mittel der Wahl für die Qualifizierung sind in Deutschland mit 87 Prozent Zustimmung interne Schulungen. International liegt dieser Wert mit 79 Prozent etwas niedriger. Aber auch externe Schulungen spielen eine große Rolle. So haben 85 Prozent der Befragten in Deutschland und 70 Prozent der international Befragten dies auf dem Plan.

Digitalisierung verschiebt HR-Prioritäten

Mit der Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf die Arbeit der Personalabteilungen im Speziellen hat sich auch der „HR-Report 2017“ der Unternehmensberatung Hays AG auseinandergesetzt. Rund 600 Unternehmen wurden hier befragt. Die Studie zeigt eine deutliche Verschiebung in den Prioritäten, die HR in den Unternehmen setzen muss. […]

Den größten Handlungsbedarf sehen sie in der Förderung der Bereitschaft der Mitarbeiter, sich auf den digitalen Wandel einzulassen (78 Prozent). Das ist ebenfalls eine Herausforderung, vor allem, da es hier gilt, mentale Fähigkeiten zu stärken. So finden es 61 Prozent der befragten Manager schwierig, ihre Mitarbeiter auf die Veränderungen in der Arbeitswelt vorzubereiten und ihre Eigenverantwortung zu stärken (54 Prozent). Positive Beschäftigungseffekte erwarten auch die in dieser Studie befragten Manager. Mehr als die Hälfte rechnet mit neuen Tätigkeitsfeldern für ihre Mitarbeiter. Nur jedes fünfte Unternehmen geht von einer Verkleinerung der Belegschaft aus.

Für den HR-Report 2017 wurden auf Basis einer Online-Befragung durch IBE 591 Unternehmen und Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt – darunter zu 12 Prozent Geschäftsführer, 20 Prozent HR-Führungskräfte, 45 Prozent Fachbereichsleiter und zu 23 Prozent Mitarbeiter ohne Personalverantwortung.

www.humanresourcesmanager.de, Januar 2017