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CFOs bei Digitalisierung noch in Außenseiterrolle

CFOs gelten im Mittelstand bislang nicht als Treiber der Digitalisierung, zeigt eine neue Studie. Dabei können Finanzchefs die Performance des Unternehmens verbessern – wenn sie eine veränderte Rolle akzeptieren. Das Modethema Digitalisierung treibt deutsche Unternehmen um. Mittelständler suchen nach der richtigen Strategie, um sich auf die sich ändernden Aufgaben und Möglichkeiten einzustellen und so einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Doch gerade bei dieser wichtigen Entwicklung sind Finanzchefs in eine Außenseiterrolle gerutscht, wie eine Umfrage der Unternehmensberatung Horváth & Partners ergeben hat, die FINANCE in Teilen exklusiv vorliegt. Hauptverantwortliche der Digitalisierung sind nach Meinung der Befragten der CEO (37 Prozent) und der CIO (33 Prozent). Mit weitem Abstand folgen der Chief Marketing Officer (8 Prozent) und der Chief Strategy Officer (4 Prozent) – vom CFO so weit keine Spur. Für die Studie wurden 201 Manager aus verschiedenen Branchen und Unternehmensebenen befragt. Aus dem Bereich Finanzen/Controlling kommen nur 2 Prozent der Teilnehmer. Fragt man die Finanzchefs selbst, dürften sie das freilich anders sehen: Immerhin gaben in einer Studie des ERP-Softwareanbieters IFS 69 Prozent der Finanzchefs an, dass sie selbst federführend bei der digitalen Transformation seien. […]

Finanzierung von Digitalisierungsprojekten ein Problem

Ein klassisches CFO-Thema ist bei Digitalisierungsprojekten ebenfalls wichtig: Jedes fünfte Unternehmen gab bei der Horváth-Studie an, dass es bei der Implementierung und Umsetzung der neuen Prozesse Finanzierungsprobleme gebe. In solchen Fällen müssen die CFOs den einzelnen Bereichen beratend zur Seite stehen Die Effizienz vieler Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren bereits verbessert, auch im Finanzbereich: Auf die Frage, in welchen Bereichen Kosten gesenkt oder die Produktivität gesteigert wurden, rangiert der Bereich Finanzen/Controlling auf Platz vier (52 Prozent) von insgesamt 14 betrachteten Bereichen. Auf dem Treppchen befinden sich die IT (70 Prozent), der Bereich Logistik/Supply Chain Management (60 Prozent) und der Vertrieb (58 Prozent).

Datengetriebene Agilität: Jeden Tag ein wenig besser werden

Was kennzeichnet Digitale Exzellenz und wie kommen Unternehmen und Behörden dahin?

Diese Frage bewegt unsere Kunden und uns. Der Schwer­punkt unserer ersten Studie zu diesem Thema lag auf einem 360°-Blick auf die Frage der DIGITALEN EXZELLENZ. Dabei sind wir auf ein Phänomen gestoßen, das möglicherweise eine Art DNA der DIGITALEN EXZELLENZ darstellt. Dieses Phänomen beschreibt eine signifikant andere Arbeitsweise, die nicht nur die IT, sondern auch die Fach- und Geschäftsbereiche erfasst. Wir nennen diese Arbeitsweise datengetriebene Agilität. Hier traten in der ersten Studie die deutlichsten Unterschiede zwischen digital führenden und hinterherhinkenden Unternehmen auf. Anlass genug, diesem Phänomen besser auf den Grund zu gehen. Dieses zu tun, war der Auftrag für die nun vorliegende Studie. Bei dieser „Tiefenbohrung“ ist deutlich geworden, dass die konsequente Umsetzung datengetriebe­ner Agilität dazu führt, dass die Messlatte für den Erfolg im digitalen Zeitalter kontinuierlich immer höher gelegt wird – und das jeden Tag. Die vorliegenden Ergebnisse wurden im Rahmen einer multimethodischen Studie in zwei Schritten erarbeitet. Die Grundlage aller Arbeiten war die erste Studie „DIGITALE EXZELLENZ – Eine Bestandsaufnahme zur Digitalisierung deutscher Unternehmen und Behörden“. In der ersten Phase wurde ein Expertenworkshop durchgeführt, in dem die Charakteristika der digitalen Agilität diskutiert und Beispiele für Projekte und Unternehmen iden­tifiziert wurden. In einer zweiten Phase wurden Experteninterviews mit Führungskräften geführt und ausgewertet. Die Interviewteilnehmer stammen überwiegend aus Großunternehmen. Ein Schwerpunkt lag auf der Finanz- und Versicherungsbranche.

Inhaltsverzeichnis

Sopra Steria Consulting, 29.11.2016, 0,00€

Sopra Steria Consulting, November 2016